BLH: Derbysieg nach überragendem letzten Viertel
Der Knoten bei den Memminger Basketballern platzt erst spät im Spiel
TV Memmingen : SG Heising-Kottern 82:67 (38:42)
Es war wieder eines dieser spannenden und emotionalen Derbys zwischen den Basketballern des TV Memmingen und den Gästen der SG Heising-Kottern.
Nach dem knappen Sieg der Memminger im Hinspiel hatte sich die Gäste aus dem Kemptener Umland viel vorgenommen.
Das Heimteam um Coach Woldemar Henkel kam schwer ins Spiel und vor allem die Verteidigung zeigte ungewohnt viele Löcher.
Diese wurden von den Gästen geschickt ausgenutzt. Punkt um Punkt – oft mit Foul und Freiwürfen – fanden das Ziel in den Memminger Korb.
20:23 zeigte die Anzeigetafeln nach 10 Spielminuten und die Memminger Fans warteten sehnsüchtig darauf, dass der Knoten im jungen Team der Maustadt platzte.
Allen war klar: wenn man im Aufstiegsrennen bleiben will, muss heute ein Sieg her. Dies schien wie ein Bremsklotz auf den jungen Basketballern zu lasten.
Auch in den zweiten 10 Minuten fanden oft leichte Abschlüsse nicht ins Ziel, Bälle wurden zum Teil leichtfertig verschenkt und Kottern ließ nicht locker.
Mit 38:42 ging es in die Kabine. Wer jetzt hoffte, dass das Team in der zweite Spielhälfte freier aufspielt sah sich getäuscht.
Weiter das gleiche Bild. Lediglich die Gäste wurden zusehends schwächer, wurden zusehends nervöser, haderten und gestikulierten mehr und mehr mit Schiedsrichterentscheidungen, erlaubten sich viele zum Teil unnötige Fouls und sorgten so dafür, dass das Spiel an Emotionalität und Fahrt aufnahm.
Als sich dann noch ein Gästespieler mit den heimischen jungen Fans am Seitenrand anlegte hatten die Offiziellen alle Hände voll zu tun, die Lage in der Halle wieder zu beruhigen, was aber auch nach kurzer Zeit gelang.
Diese Situation aber schien die Kotterner inkl. ihres Trainers letzten Endes komplett aus dem Spiel zu nehmen, denn jetzt fanden die Memminger im letzten Spielabschnitt Zugriff in der Verteidigung.
Endlich – aus Sicht der Hausherren – konnten Ballgewinne erfolgreich in schnelle Tempogegenstöße umgewandelt werden.
Nachdem es vor dem vierten Abschnitt noch 60:61 stand, überfuhren die Memminger die Kotterner mit 22:6 in der Folge und sicherten sich so wichtige 2 Punkte im letzten Heimspiel der Saison.
In dieser Phase zeigte einmal mehr Leo Fink (15 Punkte), was an Cleverness und Erfahrung in ihm steckt, denn er „klaute“ einen Ball nach dem anderen aus den Händen der Gäste und leitete so geschickt die Tempogegenstöße ein. Laurenz Raidt (16) war auch an dem Tag ein guter Verwerter und auch Topscorer Julian Kirchner (18) fand nach Wurfpech in den Anfangsvierteln endlich den Weg in den Korb. Christian Meine sorgte für Ordnung unter den Körben und war in diesem Spiel mit 20 Punkten Topscorer der Hausherren. Eugen Kaiser zeigte eine erneut stabile Performance und legte neben wichtigen Reboundstatistiken auch starke 10 Punkte auf.
Insgesamt eine phasenweise zerfahrene Leistung mit einem grandiosen Schlussviertel macht Hoffnung auf das letzte Spiel der Saison kommendes Wochenende bei der TSV Ottobeuren – Spielbeginn ist am 15.02.2026 um 16:30 Uhr in der Basketball-Halle des Rupert-Neß-Gymnasiums.
Der engste Verfolger von den Netz16 Baskets aus Königsbrunn ist aktuell in einer besseren Position, hat aber noch 3 ausstehende Spiele (beide Spiele gegen die SG Heising-Kottern und den TSV Ottobeuren sehen noch aus). Wenn die Königsbrunner alle Spiele gewinnen stehen sie als Meister der Bezirksliga fest.
Verlieren sie eines kann Memmingen mit einem Sieg im letzten Spiel die Meisterschaft klar machen. Es bleibt spannend.
Für den TV Memmingen spielten:
Eugen Kaiser (10 Punkte), Christian Meine (20), Benjamin Salcin, Joshua Sauter, Martin Stoyanov (3), Luc Spitzhüttl, Leo Fink (15), Julian Kirchner (18), Dominik Aumann und Laurenz Raidt (16)
